Kurzportrait von Yannic Tremmel

  • 34 Jahre und Familienvater von zwei Kindern
  • Berater, Projektleiter und Experte für Zukunftstechnologien
  • Gründer und Geschäftsführer in diversen Firmen bei MARKENKONSTRUKT

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Podcast in Textform

Norman Glaser: Hallo und herzlich willkommen! Schön, dass du wieder reinhörst. Hier ist Norman von MARKENKONSTRUKT.FM. Heute habe ich Yannic Tremmel hier zu Gast. Yannic, bist du bereit das Interview mit mir zu rocken? #00:00:32-8#

Yannic Tremmel: Jawohl. #00:00:33-6#

Norman Glaser: (lachen). Ein besonderer Gast deshalb Yannic, weil wir sind ja quasi verheiratet miteinander, muss man ja schon echt fast sagen. Wir feiern nächstes Jahr unser Zehnjähriges bei MARKENKONSTRUKT, du bist Geschäftspartner, mein bester Freund, wenn ich das so sagen darf und Trauzeuge. #00:00:54-6#

Yannic Tremmel: Mhm (bejahend). Ja. #00:00:55-4#

Norman Glaser: (lachen) Und. #00:00:58-0#

Yannic Tremmel: Dito. #00:00:59-2#

Norman Glaser: (lachen) Und was oder warum ich dich heute hier super gern im Podcast haben wollte, ist, um einfach mal mit dir so über das ganze Thema Technologien der Zukunft zu quatschen, weil du bist da für mich eigentlich so der Know-How Träger, der auch wirklich querliest und sich für die Sachen interessiert und die Sachen vor allem auch ausprobiert. Aber bevor wir da einsteigen, wollte ich einfach mal dich vorstellen. #00:01:27-6#

Yannic Tremmel: Mhm (bejahend). #00:01:27-6#

Norman Glaser: Beziehungsweise eigentlich unsere Geschichte erzählen, weil die finde ich ja noch super spannend, weil du kamst damals aus Frankfurt. Ich aus München. Wir haben uns nach Würzburg verschlagen und haben uns dort eigentlich als Berater in einer kleinen Agentur wiedergefunden und haben uns ein Büro geteilt im Keller. Ich erinnere mich an das Kellerfenster, wo wir dann nach oben geschaut haben. #00:01:50-8#

Yannic Tremmel: Mit Gittern. #00:01:51-4#

Norman Glaser: (lachen) Mit Gittern und wo wir quasi überlegt haben, uns irgendwie nett fanden damals, das hat irgendwie gepasst auf Anhieb und wo wir uns überlegt haben, warum machen wir nicht was Eigenes. #00:02:08-9#

Yannic Tremmel: Ja, ich glaube beide auch auf der Suche waren nach einer Vision. #00:02:12-3#

Norman Glaser: Ja genau. Und so ist MARKENKONSTRUKT dann entstanden, eigentlich im Keller. Nicht in der Garage, sondern im Keller. Wir sind also Kellerkinder (beide lachen) und haben dann eigentlich relativ kurzfristig wenige Wochen danach angefangen zu gründen. 2007, August ging es los und waren dann oder sind dann eigentlich gestartet als die Markenmacher eigentlich. MARKENKONSTRUKT war ja die Idee aus komplexen Zusammenhängen einer Marke wirklich die Vermarktung anzuschieben, mit Fokus digitale Vermarktung, klar und was mich einfach so begeistert hat, war dieses Machen, also wir haben nicht lange gequatscht, sondern wir haben einfach gemacht, wir haben losgelegt, wir sind ins Risiko gegangen, ganz klar und. #00:03:04-2#

Yannic Tremmel: Ja, hatten damals aber auch noch wenig zu verlieren. #00:03:05-9#

Norman Glaser: Hatten wenig zu verlieren, ja. Na gut. #00:03:08-2#

Yannic Tremmel: Nur uns selbst. (lachen) Ja. #00:03:09-8#

Norman Glaser: Aber hatten ja eigentlich auch einen guten Job, aber was uns angetrieben hat, war letztendlich wirklich was Eigenes auf die Beine zu stellen. #00:03:18-5#

Yannic Tremmel: Ja, absolut. #00:03:20-2#

Norman Glaser: Das Ganze zu pushen und vielleicht für unsere Zuhörer, wir beide sind Geschäftsführer von MARKENKONSTRUKT und noch von so ein paar anderen Firmen. #00:03:29-2#

Yannic Tremmel: (lachen). #00:03:29-8#

Norman Glaser: Und wenn wir eine Firma gründen, dann machen wir das immer zusammen. Aus MARKENKONSTRUKT wurde quasi so eine Art Holding, eine Dachgesellschaft für verschiede Companies, nämlich einmal die Consulting, die MK Consulting, wo wir quasi das Beratungsgeschäft abbilden zum Thema digitale Markenführung. #00:03:47-1#

Yannic Tremmel: Mhm (bejahend). #00:03:47-3#

Norman Glaser: Wir haben die MK Interactive, wo wir unsere eigenen technischen Lösungen. #00:03:53-1#

Yannic Tremmel: Ein Zuhause. #00:03:53-2#

Norman Glaser: Vertreiben, ein Zuhause geben, genau. Und es gibt noch eine Intermedia, was quasi die Vermarktungsgesellschaft darstellt für unsere interaktiven Multitouch-Systeme. #00:04:03-3#

Yannic Tremmel: Mhm (bejahend), genau. Ganz nebenbei haben wir total viel Spaß noch geile Projekte zu entwickeln wie Come2coach, was gerade in Würzburg am Start ist, ein kleines Startup. #00:04:11-9#

Norman Glaser: Startup. #00:04:11-9#

Yannic Tremmel: (unv.). #00:04:13-1#

Norman Glaser: Auch sehr cool. Und wir teilen uns die Verantwortlichkeiten so ein bisschen. Mein Part ist das Thema Kreation und Beratung, auch Strategie. Dein Part ist natürlich auch die Beratung, die Konzepte, die wir zusammen gestalten, aber vor allen Dingen natürlich auch ganz klar die Projektleitung. Also bei dir laufen im Grunde alle Fäden zusammen und du führst quasi unsere MARKENKONSTRUKT Mannschaft in Würzburg. #00:04:40-3#

Yannic Tremmel: Genau. #00:04:40-6#

Norman Glaser: Und wir sitzen jetzt gerade hier in Amorbach in der Kreativschmiede, um mal so einen freien Kopf zu kriegen und das war jetzt schon wieder ein längeres Intro über dich. #00:04:51-9#

Yannic Tremmel: (lachen) #00:04:52-5#

Norman Glaser: Jetzt lasse ich dich mal zu Wort kommen. Vielleicht kannst du noch bisschen was zu dir also als Privatperson, wer ist der Yannic privat und natürlich auch so ein bisschen geschäftlich was erzählen. #00:05:02-9#

Yannic Tremmel: Mhm (bejahend). Ja wie, wer und was bin ich privat. Mitte 30. #00:05:09-8#

Norman Glaser: (lachen). #00:05:10-1#

Yannic Tremmel: Also meiner Frau erzähle ich immer, auch wenn die das natürlich weiß, Mitte 30, sportlich, humorvoll. #00:05:15-9#

Norman Glaser: (lachen). #00:05:16-1#

Yannic Tremmel: Und natürlich gutaussehend. Das heißt auch ein bisschen lustig, das haben wir uns zum Glück bewahrt und ja klassisch BWLer, auch wenn ich glaube ich das nicht so verkörpere oder lebe und schon immer ja Lust auf Technik gehabt, schon immer gebastelt, gebaut, in verschiedensten Richtungen, aber sage mal, Digitales begleitet mich eigentlich seit ich ja dreizehn, vierzehn bin. Damals mit dem ersten Computer wochenlang beschäftigt, mit dem Geld auch von der Konfirmation damals. Welches Gerät kaufe ich mir, davor immer bei Freunden ein- und ausgegangen, Amiga, Commodore C64. Also das war und ist schon immer letztendlich ein Thema gewesen, was mich begleitet hat und immer noch begleitet, das heißt sollte ich mal ein bisschen Freizeit, in der Regel so ab 22 Uhr, wenn die. #00:06:20-0#

Norman Glaser: Kinder im Bett sind. #00:06:21-7#

Yannic Tremmel: Wenn die Kinder im Bett sind, dann ist das durchaus auch immer noch ein Thema, sich mit dem PC zu beschäftigen. Nichtsdestotrotz Mac ist mit natürlich eine zweite Leidenschaft geworden, auch dank MARKENKONSTRUKT und ja das ist eigentlich so das zum Persönlichen. Ansonsten ja beruflich gestartet in Frankfurt, schon immer agenturseitig unterwegs gewesen, in verschiedensten Ausprägungen, unter anderem auch mal ausgeliehen gewesen an XBox, hatten damals die erste interaktive Fußballweltmeisterschaft konzipiert und auch damals in Berlin ausgerichtet. Gibt es heute noch, wird nicht wirklich so nachhaltig vermarktet, aber ja freut sich trotzdem einer gewissen Fanbase und ist meiner Meinung nach auch ein tolles Projekt, was sicherlich auch, wenn wir dazu noch im Laufe des Gespräches kommen, mit Hilfe von interaktiven, neuen Medien und Technologien sicherlich auch noch weiter zu entwickeln und ja dann wegen der Liebe damals nach Würzburg gekommen und ja und eben dort zusammen im. #00:07:44-6#

Norman Glaser: Sesshaft geworden. #00:07:44-8#

Yannic Tremmel: Keller mit dir ja gearbeitet. #00:07:48-7#

Norman Glaser: Ja geil, ja. Wir starten ja immer unsere Interviewreihe wie du weißt mit einem Lieblingszitat. Gab es so ein Zitat in deinem Leben, was dich so nachhaltig so begleitet hat oder was irgendwie so ein Gamechanger war? #00:08:04-3#

Yannic Tremmel: Ich kann jetzt, kenne jetzt gar nicht die deutsche Eins zu Eins Übersetzung, aber so vielleicht der eine Spruch, der mich begleitet, ist, dass hervorragende Dinge niemals aus der Komfortzone heraus entstehen. Und ich glaube das war oder ist ja auch ein Thema, was uns damals bewegt hat aus dem Keller, aus dem festen Jobverhältnis rauszugehen und zu sagen, wir versuchen es, wir haben eine Idee, wir haben eine Vision, wir glauben an was und wir machen das jetzt ohne darüber nachzudenken, ob das vielleicht bedeutet, dass es etwas unbequemer wird und ich glaube, das begegnet uns ja auch immer wieder in unseren Projekten, du machst dann tolle Projekte und erfolgreiche Projekte, wenn du Leute hast, die im Zweifel auch diesen Weg bereit sind mit dir zu gehen oder zumindest bereit sind nicht immer 100 Prozent zu wissen, wo es am Ende hinführen muss. #00:09:03-7#

Norman Glaser: Mhm (bejahend), ja. #00:09:04-4#

Yannic Tremmel: Das ist auch meiner Meinung nach unweigerlich so, wenn du dich im digitalen Bereich beschäftigst oder mit digitalen, interaktiven Medien. Es ist einfach so vielschichtig und es ergeben sich so viel Optionen und Möglichkeiten, dass man das ganz schwierig am Anfang alles hundertprozentig abstimmen kann. #00:09:23-6#

Norman Glaser: Ja, also bin ich absolut in Resonanz mit dir einfach zum Thema Komfortzone, weil das ist auch irgendwie so ein Image, was wir uns aufgebaut haben bei MARKENKONSTRUKT, dass wir uns freuen, wenn wir ein Briefing bekommen, aber wir das Briefing eigentlich noch nie erfüllt haben, sondern wir haben es eigentlich erstmal immer hinterfragt und sind damit natürlich unbequem geworden und haben unser Gegenüber aus der Komfortzone rausgeholt, um mit den Erfahrungen, die wir einfach auch gesammelt haben, das Konzept zu hinterfragen. Macht das wirklich Sinn, das, was wir dort lesen oder braucht das Briefing vielleicht noch eine Schleife oder so. #00:10:03-4#

Yannic Tremmel: Ja genau. Absolut. #00:10:04-3#

Norman Glaser: Heißt halt auch, dass wir unsere Kunden so ein bisschen rausfordern auch jedes Mal. #00:10:10-1#

Yannic Tremmel: Ja, aber also meiner Meinung nach ist es wirklich so, dass wir die erfolgreichsten Projekte wirklich bestreiten, wenn wir das auch wirklich leben. Also wenn wir auch die Möglichkeit haben Ideen und Konzepte gemeinsam mit dem Kunden weiterzuentwickeln und uns nicht sklavisch an das halten müssen, was gefordert ist. Weil im Grunde bist du nur dann ausführendes Organ und auch nur so gut wie das Briefing letztendlich selbst ist. #00:10:37-4#

Norman Glaser: Yannic, wie du weißt sind ja oder stehen ja unsere Zuhörer von MARKENKONSTRUKT.FM auf coole Stories. #00:10:47-8#

Yannic Tremmel: Mhm (bejahend). #00:10:48-6#

Norman Glaser: Gab es in deinem Leben so einen Moment, in dem du es wirklich schwer hattest oder gab es so einen Moment, wo du sagst, da ist mir ein Fehler passiert oder der so nachhaltig irgendwas in dir verändert hat? Gab es so einen Moment? #00:11:06-2#

Yannic Tremmel: Ich weiß gar nicht, ob es diesen einen Moment gibt und ich glaube diese Momente gibt es immer wieder. Also, wenn du nach dem einen Moment fragst, würde ich sagen, im Positiven natürlich die Hochzeit, ja also eher was auf privater Ebene, was dich verändert oder die Geburt der Kinder. Beruflich würde ich die Frage verneinen, weil es gibt, gab für mich nicht diesen einen Moment, sondern es ist eine Anreihung vieler Momente, die letztendlich das aus einem macht, was du bist und ich erinnere mich an eine Skifahrer-Situation auf der Hütte sitzend, wo ein Kollege damals gesagt hat, du bist die Summe deiner Erfahrungen und ich habe das damals nicht wirklich verstanden, was er damit sagen will. Mittlerweile weiß ich, was er damit sagen wollte, also jedes Projekt prägt dich, jedes Projekt setzt durchaus auch einen Veränderungsprozess in dir in Gang, lässt dich darüber nachdenken wie du mit Dingen umgehst, wie du kommunizierst und ich glaube das hat einfach dazu geführt, dass wir uns auch immer wieder hinterfragen, auch selbst hinterfragen und auch immer wieder besser machen wollen. Also nicht den Kopf in den Sand stecken, wenn etwas nicht funktioniert oder es hätte vielleicht besser laufen können, sondern wirklich das zum Anlass zu nehmen und zu sagen, okay das nächste Mal machen wir es besser. #00:12:32-2#

Norman Glaser: Ja, ja. Wenn du so zurückblickst und mal so unsere Firmengeschichte, jetzt beschäftigen wir uns ja sehr stark mit dem Thema Digitalisierung, digitale Transformation, wir wollen Unternehmen helfen auf dem Weg digitale Geschäftsmodelle, aber auch Geschäftsprozesse zu hinterfragen, neu zu entwickeln oder auch weiterzuentwickeln. Gab es für dich so in deiner beruflichen Laufbahn bei MARKENKONSTRUKT so ein Momentum, wo du sagst, so ein Aha-Moment, wo du sagst, krass wir sind jetzt im digitalen Zeitalter jetzt auch mal für uns so als Company wirklich angekommen, also wir merken jetzt, dass das wirklich eine große Relevanz darstellt. Gab es so einen Moment, wo du sagst, ja da ab diesem Zeitpunkt für mich oder mit diesem Projekt hat eigentlich für mich das so angefangen im Kopf so ein Umdenken? Fällt mir TUI spontan ein. #00:13:38-4#

Yannic Tremmel: (…) Ja oder Douglas. Ja also. #00:13:40-8#

Norman Glaser: Oder ja Douglas ist auch sehr gut. #00:13:42-0#

Yannic Tremmel: Ja also ich musste gerade so ein bisschen überlegen, weil viele Projekte natürlich einen sehr hohen digitalen Anteil schon seit jeher haben, aber die Überlegung glaube ich damals sehr wegweisend war zu überlegen, okay wie können wir die Sicht verändern, wie müsste ein Unternehmen aufgestellt sein, um mit dieser, ja mit der digitalen Einstellung auch der Kunden heutzutage, da mitzukommen, Schritt zu halten, sich das zunutze zu machen, also ich denke da auch an kürzliches Konzept für Seat, das wir gemacht haben, wo wir gesagt haben, okay was hat sich eigentlich verändert? #00:14:30-0#

Norman Glaser: Ja absolut. #00:14:30-6#

Yannic Tremmel: Und wir festgestellt haben, auf Unternehmens- oder Anbieterseite hat sich nicht wirklich viel verändert und verändert sich auch immer nur dann was, wenn der Druck von außen so groß ist, dass es eigentlich schon wieder fast zu spät ist und meiner Meinung das ja auch der Unterschied ist zu diesen großen oder momentan großen Unternehmen aus Amerika, zu denen alle immer schauen, die einfach sich zur Aufgabe und zur Kultur gemacht haben, ein Gamechanger zu sein ja. Und wenn es keine Company oder Unternehmen gab, die auf dem Gebiet schon unterwegs war, dann denken die sich einfach, dann machen wir halt eine und das ist glaube ich so der große Unterschied zu unserer europäischen Kultur, da bewegt man sicher erst, wenn man wirklich merkt, okay alle anderen tun es fast auch schon. Ich muss da wohl mitziehen. #00:15:24-4#

Norman Glaser: Ist auch so interessant, man muss ja diese Pioniere erstmal finden. Also wir entwickeln ja auch eigene Projekte, wo jetzt kein Auftraggeber hinter uns steht, sondern wo wir ja selber initiativ unterwegs sind und man muss ja wirklich die Persönlichkeiten, wirklich einen Markt finden, die sagen, ich schiebe das mit an, ich bin ein Pusher, also ich bin jemand, der das mitbewegen will das Thema. #00:15:47-2#

Yannic Tremmel: Also vielleicht auch nochmal kurz auf die Frage davor zu kommen, um da abzuschließen. Es ist ja wirklich so, selber auch die Erkenntnis und die Überzeugung zu bekommen und dahinterzustehen, hinter dem was man auch den Unternehmen empfiehlt, das ist ja, sagen vielleicht viele, aber für uns wirklich eine Herzensangelegenheit die Unternehmen dabei zu begleiten diesen Prozess einzuleiten der Digitalisierung und sich damit zu beschäftigen und auch gemeinsam zu evaluieren, wie weit muss das denn gehen. Reden wir hier tatsächlich über das Geschäftsmodell oder reden wir hier tatsächlich nur über eine Kommunikationsstrategie. Und ja die Erkenntnis einfach zu haben, dass sich Informationen, wie Informationen fließen und damit natürlich auch Kaufverhalten sich verändert, dass das immer weiter digitalisiert werden wird, egal in welcher Branche. Ich glaube, wenn man mit dieser Grundeinstellung Projekte oder auch Briefings hinterfragt oder sich damit auseinandersetzt, dann kommt man unweigerlich ins Gespräch und dann entwickeln sich daraus auch unweigerlich Konzepte, die zumindest die richtige Richtung haben. Man muss jedoch diese Erkenntnis für sich gewinnen und man muss sich auch damit anfreunden, dass wie hatte der eine Zukunftsforscher letztes Jahr mal gesagt? Dass sich jede Branche früher oder später verändern wird und die Frage ist, welche Rolle möchte man spielen und? #00:17:20-2#

Norman Glaser: Also nicht, ob sich was verändert, sondern wie will ich mitspielen eigentlich? #00:17:22-9#

Yannic Tremmel: Ja genau. #00:17:23-5#

Norman Glaser: Genau, ja. Wenn du mal so privat, geschäftlich, also so an dich persönlich denkst, welche Bedeutung hat so das digitale Zeitalter für dich? Also ist es vielleicht jetzt auch, mal so einen kleinen Schwenk zu machen, ist es manchmal vielleicht auch eine Last? #00:17:42-4#

Yannic Tremmel: Ja. (lachen beide) #00:17:44-9#

Norman Glaser: Genau. #00:17:45-1#

Yannic Tremmel: Definitiv! Also es fällt unglaublich oder es ist unglaublich schwierig loszulassen finde ich und da bin ich auch absolut von überzeugt und wenn Leute sagen, es wird aufgrund dieser Digitalisierung und Virtualisierung auch Räume geben, in welcher Form auch immer, wo man genau das nicht will. Also ich war bei der Physiotherapeutin letzte Woche, weil ich vor lauter Sitzen und Autofahren Rückenprobleme und in ihrer Praxis hast du keinen Handyempfang und das war so mit das Erste, was mir aufgefallen ist und das zeigt eigentlich wie abstrus das ist. Du gehst zu einer Masseurin in die Praxis und dir fällt auf du hast keinen Handyempfang. Also das passt irgendwie ja gar nicht zusammen, aber das zeigt glaube ich ganz gut wie man heute durchaus auch abhängig sein kann oder verhaftet sein kann mit Telefon, mit mobilen Rechnern und plus diesen ganzen Services, die auf diesen Geräten angeboten werden. Also man fühlt sich ja fast schon wirklich ausgegrenzt, wenn man nicht die Möglichkeit hat seine E-Mails abzurufen, eine E-Mail zu schreiben, einen Messenger zu bedienen oder eine Zeitung online aufzurufen. #00:19:06-2#
Norman Glaser: Gibt es was, wo du so für dich privat sagst, das unternehme ich, um mich ganz bewusst jetzt mal abzuschotten und zu sagen, jetzt mache ich mal Familie oder also gibt es was, was jetzt ein bisschen weiter geht als nur Handy aus oder so, was du dir überlegst oder schaffst du so Rituale, wo du sagst, ab diesem Zeitpunkt mache ich das Handy aus? #00:19:25-0#

Yannic Tremmel: Ja, genau. Also ich, es sind eher, also das Handy ist glaube ich nie aus muss ich gestehen, aber es gibt Rituale, in denen das Handy keine Rolle spielt oder auch, wenn mal Kommunikationsmedien keine Rolle spielen und das ist tatsächlich zuhause. Also wenn ich versuche den Abend mit der Familie zu verbringen, dann ist zwischen sagen wir mal sieben und zehn, das ist würde ich mal behaupten somit eine handyfreie Zeit und das tut auch ganz und ich glaube, wenn man es, es ist auch bewusst und ist auch allen Beteiligten bewusst, also man reagiert dann lustigerweise natürlich auch sehr behutsam oder fast schon gereizt, wenn dann jemand anderes dieses Ritual bricht. (lachen beide) Wenn man dann anfängt, es geht ja bei den Kindern schon los, wenn die dann doch das Handy haben wollen und oder irgendjemand eine SMS bekommt und man sich dann schon fragen muss, sage mal, kann man das Gerät auch einfach mal beiseitelegen und anders ja zunutze machen oder anders miteinander beschäftigen, aber da helfen die Kinder natürlich schon ungemein, die sagen, Bilderbuch anschauen, Eisenbahn bauen. Wobei auch da mittlerweile gibt es Eisenbahnen für Kleinkinder ab drei Jahren, die du über dein Smartphone steuern kannst. Also das ist schon verrückt, also die Sachen haben noch keinen Einzug erhalten und ich glaube das werden wir uns auch schenken. #00:20:55-1#

Norman Glaser: Ja. Aber da bin ich völlig bei dir. Ich glaube das muss, ich glaube um digital zu bestehen oder arbeiten zu können, braucht es unbedingt auch das Gegengewicht. Es braucht einfach dieses offline gehen und den Fokus verändern. Digitale Medien hin oder her, aber dass man einfach mal raus ist aus der Nummer und mal eben nicht erreichbar ist ne. Diese ständige Erreichbarkeit. #00:21:15-2#

Yannic Tremmel: Ja und nur dann beschäftigst du dich im Zweifel auch kritisch. #00:21:17-2#

Norman Glaser: Ja genau, ja. #00:21:17-8#

Yannic Tremmel: damit. Also in Phasen oder in Hochphasen, wenn du dein Handy eigentlich rund um die Uhr in der Hand hast und bearbeitest wirst du dich damit nicht kritisch auseinandersetzen, sondern du wirst dann anfangen darüber nachzudenken, ist das gut und ist die Intensität auch die richtige, wenn du es weglegst, weil dir dann auffällt, wie lange du es im Zweifel schon nicht mehr weggelegt hast, ausgemacht hast oder wie schwer es dir fällt ohne zu sein. Und das stößt dann einen Denkprozess an, ganz klar, aber es ist nichtsdestotrotz eine sehr tolle Erfindung und ich glaube. #00:21:54-7#

Norman Glaser: In die wir reingewachsen sind. #00:21:56-1#

Yannic Tremmel: Genau. #00:21:56-3#

Norman Glaser: Also unsere Generation ist reingewachsen. Unsere Kinder, die kennen eine handyfreie Zeit gar nicht mehr. #00:22:00-5#

Yannic Tremmel: Nein und auch die Entwicklung, die das Ganze genommen hat, also von Nokia oder Siemens vorher. Nokia XDA Orbit und. #00:22:10-8#

Norman Glaser: Palm. #00:22:11-9#

Yannic Tremmel: Palm und Blackberry und ja. #00:22:15-6#

Norman Glaser: (Sekus?). #00:22:17-0#

Yannic Tremmel: Touchgesteuerte Smartphones, also ist Wahnsinn. #00:22:20-6#

Norman Glaser: Yannic, warum hat aus deiner Sicht die Digitalisierung in Zukunft eine so große Bedeutung für Unternehmen? #00:22:28-4#

Yannic Tremmel: Mhm (bejahend). Weil die Frage, die ich dann zurückspiele an dich ist, was bedeutet Digitalisierung? Ich glaube, dass Digitalisierung per se deshalb allein schon notwendig ist, um Schritt zu halten mit der Zielgruppe, um dem Informations- und Kaufverhalten der Zielgruppe gerecht zu werden und die große ja Sache, die damit ja einhergeht mit der Digitalisierung, sagen wir mal von Märkten erstmal ja und vom Informationsverhalten ist, dass sich natürlich Tür und Tor öffnet für neue Anbieter, für sagen wir mal, auch Unternehmen aus anderen Bereichen. Wir hatten das ja auch schon mal thematisiert, dass auch Prozesse nicht nur komplizierter werden, weil Digitalisierung stattfindet, sondern oftmals natürlich auch einfacher und das bedeutet, dass Unternehmen auf einmal, die eben noch Partner waren, auch zu Mitbewerbern werden können, weil sie einen Zugang finden zu dem vermeintlichen Endkunden über digitale Medien und es ist einfach wichtig sich mit dem Thema zu beschäftigen, um seine Position im Markt zu behaupten, um seine Position im Markt auszubauen und um in der jetzigen Situation auch zu bewerten, ob es nicht neue Marktchancen gibt, die sich daraus erschließen, eben aufgrund dieses veränderten Kommunikationsverhaltens und das bedeutet für mich eigentlich Digitalisierung oder ist der Motor für die Digitalisierung. Der Motor sind nicht die Unternehmen selbst, die sagen, ey wir wollen Prozesse grundsätzlich digitalisieren, ja, um Kosten zu sparen, weil das findet ja seit jeher statt und das findet ja immer nur in dem Ausmaß statt wie es bequem ist, sondern Digitalisierung muss meiner Meinung nach so verstanden werden, dass man grundsätzlich sein Geschäftsmodell überprüft, grundsätzlich seine Positionierung überprüft und grundsätzlich überprüft, wer ist Zielgruppe und wie bewegt sich die Zielgruppe im virtuellen Raum, im realen Leben und wie informiert sich die Zielgruppe und wie kauft die Zielgruppe. Und das verändert sich und das verändert sich aufgrund der Digitalisierung rasant und schnell und deswegen sollte man sich damit beschäftigen. #00:24:56-3#

Norman Glaser: Ja. Wir weisen ja auch immer wieder darauf hin, dass das eine Aufgabe der Unternehmensführung ist. #00:25:00-4#

Yannic Tremmel: Definitiv. #00:25:01-0#

Norman Glaser: Ja. Oder genau da angesiedelt und initiiert werden soll und eigentlich nicht oder weniger die Aufgabe der Fachabteilung selber ist, sondern dass es im Grunde genau darum geht, Fachabteilungen intern wie extern zusammenzubringen, um dann letztendlich wirklich Innovationen zu entwickeln, Geschäftsmodelle zu hinterfragen, weiterzuentwickeln und so weiter, um das Kerngeschäft zu hinterfragen, inwieweit kann das den Prozess der Digitalisierung durchmachen und genau. #00:25:31-2#

Yannic Tremmel: Ist ja auch oder ein Indiz dafür ist ja, wenn wir mal den Übergang finden zu dem ganzen Thema Technologien und wenn man das gerade, weil wir das über Smartphones ein oder andere Mal schon hatten, mal darüber reden über Virtual Reality und Augmented Reality, muss man sich ja fragen, bei all der Digitalisierung, welche Geschäftsmodelle gibt es denn, die sich diese Technologien zunutze machen? Meiner Meinung nach kaum welche, die darauf aufbauen und es gibt überhaupt ganz wenige Apps, die das glaube ich vernünftig mainstreamen, also im Mainstream einsetzen. Mal abgesehen davon, dass glaube ich Audi eine Werbung macht, wo sie diese Technologien aufgreifen, um die Innovationskraft zu verkörpern. Ist aber doch wirklich die Frage, inwieweit die Unternehmen selbst solche Technologien auch pushen und also es ist wieder ein Indiz dafür, dass sie es nicht pushen. Also zumindest nicht die europäischen, deutschen Unternehmen, sondern es wird sicherlich dann in zwei, drei Jahren eine Company geben, die sagt, ey da ist eine Technologie, die basiert auf Virtual Reality, auf Augmented Reality, wobei ich da glaube, Virtual Reality wird noch den viel größeren Impact haben, weil Augmented Reality letztendlich so ein bisschen vorbereitet hat auf das, was da kommt und was möglich ist und diesen Wow-Effekt und Leute sensibilisiert hat, aber was Virtual Reality für Möglichkeiten bieten wird, das haben wir glaube ich noch gar nicht begriffen und wird im Grunde aber wahrscheinlich auch erst dann aufgegriffen von der Industrie und von den Unternehmen, wenn es Kunden gibt, die aktiv da nachfragen und sich dieser Technologie bedienen beziehungsweise andere Unternehmen auf den Markt kommen, die sich diese Technologie zunutze machen, um ihre Produkte besser, schneller, erfolgreicher zu vermarkten. #00:27:25-7#

Norman Glaser: Ich denke auch das werden Startups sein, die das entwickeln und dann natürlich, da hatte ich ja mit der Anne Schüller schon im Podcast gesprochen, die dann von der Industrie aufgekauft werden, um diese Innovationen ihr Eigen nennen zu dürfen. Aber lass uns doch noch ein bisschen auf den Gedanken expandieren, der Virtual Reality Technologie. Was kommt auf uns zu, was wird in Zukunft spannend sein? Womit kann man sich jetzt schon im Labor beschäftigen ne, aber weil so richtige Geschäftsmodelle lassen sich da ja jetzt im Moment noch nicht so wirklich ableiten. Aber gib uns doch mal so einen kleinen Einblick in deine Welt. #00:28:06-9#

Yannic Tremmel: Ja in meine Welt (lachen beide), ja also so wie ich die Sache momentan sehe und bewerte. Es ist noch Gimmick und es ist und was wir erwarten können? Ich habe vor ein paar Monaten gesagt, es wird sicherlich oder man könnte jetzt schon eine Psychiatrie für all die aufmachen, die sie in diesem virtuellen Raum verlieren werden, weil jeder, der mal so eine Brille spaßeshalber auf hatte, der erlebt Dinge, wenn sie denn gut gemacht sind, die schon wirklich beeindruckend sind und wenn man an dieses Phänomen Second Life zurückdenkt, was es ja immer noch gibt, aber bei weitem nicht mehr so gehyped wird, wie viele Leute da sich verloren haben oder in World of Warcraft und diesen ganzen Spielen, wo Leute schon süchtig werden von ihrer Rolle, in diesem vermeintlich virtuellen Raum, aber tatsächlich ja noch im realen Leben stattfindet, muss man sagen bei Virtual Reality verschmilzt das extrem. Also diese Linie zwischen echt und unecht, die ist nochmal deutlich schmaler geworden und jeder, der mal sich das ein oder andere YouTube Video dazu angeguckt hat, gibt es zum Beispiel eines von unserem Lieblings-YouTuber PewDiePie, dem erfolgreichsten YouTuber, der natürlich all diese, den Fancy Stuff wie unsere Entwickler sagen, natürlich auch schon ausprobiert und Videos gemacht hat, der wird erleben wie verrückt das ist. Und ich glaube, das, was momentan im Bereich Virtual Reality zu erleben ist, ist ja nur der Anfang. Die Gaming Branche ist da natürlich auch mit ganz weit vorne, die pushen das, die machen sich das natürlich sehr stark zunutze. Ich glaube es gibt auch das, eines der ersten Spiele so ein Climbing, also so ein Kletterspiel, wo du mit einer Brille dann den Berg hochkletterst und wenn du nach unten schaust, so diese Tiefe hast. Das ist schon sehr beeindruckend und macht deutlich, was möglich ist. Und jetzt ist natürlich die Frage, wie lassen sich daraus für Unternehmen Geschäftsmodelle ableiten? Also ich glaube mit als erstes wird diese ganze Conferencing Szene davon profitieren und Fortbildungs-, Weiterbildungsbereiche, weil du natürlich ein sehr tolles Gefühl vermittelt bekommst der vermeintlich echten Realität, aber dabei hast du eine Brille auf, aber du sitzt in einem Hörsaal oder du sitzt in einem Vorlesungsraum, du sitzt bei einer Weiterbildung, du siehst deine Kollegen, die neben dir sitzen, obwohl sie ja gar nicht neben dir sitzen. Du hast die Möglichkeit auch zu interagieren, das heißt du hebst die Hand und du hebst tatsächlich die Hand. Ich glaube das ist ein Erlebnis, das muss jeder einfach erstmal erleben, was das bedeutet, im echten Leben die Hand zu heben und das überträgt sich im virtuellen Raum, also das ist ja für den Kopf, was da stattfindet, ein Feuerwerk an Emotionen und wenn man mal in die Zukunft denkt, dann ist das für mich letztendlich auch durchaus im Bereich Fernsehen und Informationswiedergabe natürlich ein absolut relevantes oder eine relevante Technologie. Also wenn man sich überlegt die Fifa, EM findet ja jetzt statt, ich glaube da wird Virtual Reality noch nicht wirklich eine Rolle spielen, aber wer weiß, bei der WM vielleicht, dass man sagt, es wird auch ein Virtual Reality Angebot geben und wenn ich dann im Stadion sitze. #00:31:42-2#

Norman Glaser: Sehr cool. #00:31:42-6#

Yannic Tremmel: und wenn ich. #00:31:43-8#

Norman Glaser: Anderes Erlebnis. #00:31:44-3#

Yannic Tremmel: an, ja und auch als Vermarkter, um dann wieder über Geschäftsmodelle zu denken, so was anbieten kann und dann praktisch ja unendlich viele Sitzplatzkarten verkaufen könnte ja, weil ich höre das, ich erlebe das, ich sehe vermeintlich auch die Fans im Stadion um mich rum und ich bin einer von vielen, dann ist das natürlich absolut verrückt und wenn ich dann noch daran denke, dass ich dann auch nur die Werbung gezeigt bekomme auf den Werbebanden unten auf dem Spielfeld, die für mich relevant sind. #00:32:15-4#

Norman Glaser: Krass! #00:32:15-6#

Yannic Tremmel: dann bekommt Big Data und all die anderen Begrifflichkeiten nochmal eine ganz andere Dimension. Setzt aber voraus, dass natürlich auch die, sagen wir mal die produzierende Technik dann Schritt hält, dass die Kameratechnik da Schritt hält, weil das Erlebnis ist nur so gut letztendlich wie sie inszeniert ist oder wie es inszeniert ist und da, aber das ist Wahnsinn. Also ich glaube da werden wir auch noch unseren Spaß haben, die Art und Weise wie man Informationen erleben wird, wie man damit auch Marken erleben wird, wie man Produkte erleben kann, aber auch wie man relaxen kann und das ist ja vielleicht auch ein Thema oder es ist ein Thema, was wir jetzt in ein paar Wochen mit ALIUD wieder gemeinsam machen werden beim Jubiläum sozusagen, setze dich hin, ziehe eine Brille auf und relaxe ja und du bist am Strand, du bist offside, du hörst nichts um dich herum, glaube ich gibt auf jeden Fall schon mal einen ganz guten Eindruck wie man sich auch im Positiven in dieser Technik verlieren kann. #00:33:23-1#

Norman Glaser: Also ich glaube das wäre natürlich ein wichtiger Punkt, dass die digitalen Medien oder auch gerade diese interaktiven oder virtuellen Medien dazu helfen ja und wenn es eine Meditation ist, also, dass sie mir einfach gesundheitlich zum Beispiel einen Vorteil bringt oder ich gewisse Coachings wahrnehmen kann oder wie du sagst, ein Erlebnis wahrnehmen kann. Also das ist wieder diese Licht- und Schattenseite dieser Technologie, die eine glaube ich auch eine hohe Abhängigkeit schaffen kann, wenn ich an so diese Gaming-Szene denke, weil du ja doch durch die Brille total abgeschottet bist ja und guckst dann auf die Uhr und dann sind acht Stunden vergangen, hast dann die schwarzen Ränder im Gesicht. #00:34:03-3#

Yannic Tremmel: (lachen beide) Ja die Frage ist, wer übernimmt Verantwortung dafür und wie geht man damit um, aber im Grunde ist die Frage ungeklärt und die ist ja auch heute schon ungeklärt. Also ich habe glaube ich gestern im Radio gehört, dass irgend so ein Mädchen verunglückt ist in Frankreich und das aber mehr oder weniger dokumentiert hat und das dann ins Netz gestellt hat währenddessen. Also es ist auch da natürlich die Frage, wie willst du das handeln, wem gibst du die Verantwortung dafür? Also ich glaube da ist einfach auch ein enormer Bedarf aufzuklären und den Leuten irgendwie den Umgang damit irgendwie auch zu erklären und das auf eine gesunde Art und Weise zu instrumentalisieren. #00:34:55-8#

Norman Glaser: Mhm (bejahend). Ja. Vielleicht nochmal der Gedanke, wir wollen ja auch ein paar Mehrwerte den Zuhörern mitgeben, die ja da Unternehmer, Führungskräfte und Manager sind. Wie nähere ich mich als Unternehmen diesem Thema der neuen Technologien? Also vielleicht muss ich nicht immer der, dieser First Mover sein oder der Pionier der Branche, aber so ganz ausblenden kann ich es ja auch nicht. Wer ist da verantwortlich im Unternehmen, ist das jetzt klassisch die IT-Abteilung, die ab morgen VR Brillen aufsetzen und einkaufen oder also hast du einen Tipp oder wie kann sich ein Unternehmen diesem Thema nähern? #00:35:40-1#

Yannic Tremmel: Ja also der erste Schritt meiner Meinung nach ist immer über die Strategie. Also ich glaube es macht oder es ist nicht nachhaltig eine Technologie einzusetzen, um eine Technologie einzusetzen. Das kann man mal machen, das ist so dieses Typische, wir sind auf einer Messe oder wir haben mal ein Event, ein Jubiläum. Aber um es wirklich nachhaltig zu implementieren, braucht es eine Strategie, braucht es auf jeden Fall auch einen Grund und braucht es ein Konzept, ja. Und auf jeden Fall auch jemand, der das Thema treibt, der dafür verantwortlich ist, der die Verantwortung auch übernimmt und wer das im Unternehmen ist, ich habe ITler erlebt, die wären durchaus dafür geeignet. Ich habe aber auch ITler erlebt, die bei den dadurch entstehenden Prozessen die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würden. Also es ist eher eine Typ-Frage und hängt ein Stück weit auch wahrscheinlich von der Organisationsstruktur ab. Viel wichtiger als die Titelbezeichnung oder sagen wir mal die Abteilung ist glaube ich einfach, wie gehe ich mit dieser Person um, welche Möglichkeiten gebe ich dieser Person auch Prozesse zu gestalten, Entscheidungen zu treffen und Einfluss zu nehmen auf strategische Dinge, weil die Implementierung von solchen Technologien, auch wenn sie auf einer Strategie begründet sind, da werden Fehler passieren und da werden auch Dinge passieren, die man im vornherein wie ich eingangs sagte nicht hundert Prozent planen kann und nicht hundert Prozent steuern kann. Und diese Person, die braucht das hundertprozentige Vertrauen, die braucht Entscheidungsmöglichkeiten. #00:37:25-5#

Norman Glaser: Freiheiten. #00:37:26-3#

Yannic Tremmel: Freiheiten. #00:37:27-4#

Norman Glaser: Absolut. #00:37:27-8#

Yannic Tremmel. und Leidenschaft für das Thema, auch über den Tellerrand hinauszudenken. Und wenn man das dieser Person gibt, dann bin ich sicher, wenn die Strategie stimmt, dann kann das auch zum Erfolg werden und kann das das Unternehmen weiterbringen und kann das ein Baustein sein im Rahmen einer Strategie im Bereich der Digitalisierung. #00:37:47-3#

Norman Glaser: Mhm (bejahend). Für wen lohnt sich das so ein Lab aufzumachen im Unternehmen. Also sind das immer die, die Blue Chips, die DAX-Unternehmen oder ab welcher Unternehmensgröße sagst du macht das Sinn? Wirklich so ein Forschungslabor eigentlich einzurichten, um mal zu sagen? #00:38:06-2#

Yannic Tremmel: Mhm (bejahend). Ja ich weiß auch hier nicht, ob die Größe entscheidend ist, sondern das Ziel, das ich habe. Und letztendlich ist es ja, dass wenn ich es selber nicht leisten kann, dann kann ich mir ja andere Unternehmen suchen, die das zusammen mit mir auf die Beine stellen. Und das könnten ja auch branchenübergreifende Labs sein, also wo man einfach sagt, man tut sich zusammen, man schafft eine Infrastruktur, man findet die richtigen Leute, die dieses Thema treiben können und jeder zieht für sich dann die Erkenntnisse aus diesem Feld oder aus diesem Labor und entwickelt das dann branchenspezifisch weiter. Ja, ich glaube, was einem klar sein muss ist, dass der Einsatz von so einer Technologie natürlich Geld kostet, also die Entwicklung, die Implementierung, die Betreuung. Das ist im Grunde ja ein eigenes Marketingfeld, ein eigenes Vertriebsfeld, also es hat einfach Ausprägungen in alle Abteilungen und Bereiche, die man in so einer, in so einem Unternehmen hat. Also Geschäftsführung ist natürlich strategisch involviert, das Marketing in der Vermarktung und der Art und Weise wie auch Produktinformationen aufbereitet werden müssen, der Vertrieb darin, wie setze ich solche Tools ein, die IT, wie schaffe ich die richtige, notwendige Infrastruktur, wie gehe ich auch mit Service- und Supportfragen um und so weiter. Also da skalieren sich sicherlich die Kosten auch mit Unternehmensgröße, aber geeignet ist die Technologie für jedes, im Grunde für jedes Unternehmen, ja. #00:39:54-5#

Norman Glaser: Yannic, die Zeit ist vorangeschritten. (lachen beide) Vielleicht zum Schluss und ich glaube wir können unseren Zuhörern schon jetzt versprechen, dass wir in den nächsten Monaten auf jeden Fall noch ein paar Folgen zusammen aufnehmen, um immer mal wieder so über den Markt zu berichten. #00:40:09-5#

Yannic Tremmel: Ja oder auch auf dem Blog Projekte vorstellen zu dem Thema, wo wir sagen, all diejenigen, die das interessiert oder die sich auch einfach mal zu dem Thema austauschen wollen, stellen wir Informationen zur Verfügung. Wie gesagt, das ganz konkrete nächste Thema ist ja das Jubiläum jetzt im Juni, wo wir diese Technologie dann auch mal einsetzen und vor allem Menschen damit konfrontieren, die damit noch gar keine Berührungspunkte hatten. Und das sind ja dann immer die spannenden Momente. #00:40:35-9#

Norman Glaser: Absolut. Wir berichten darüber, von den (Erfahrungen?). #00:40:38-6#

Alles, was du genannt hast, an Links auch zu diesem YouTube Film, den ich sehr beeindruckend finde zum Thema VR, verlinken wir in den Shownotes. Yannic, hast du vielleicht eine Empfehlung, wo man interessante Informationen nachlesen kann? Gibt es so eine Quelle, die du, so eine Internet Ressource, die du nutzt? #00:40:58-1#

Yannic Tremmel: Ja. Also meine favorisierte Quelle ist iBusiness. #00:41:04-7#

Norman Glaser: Sehr cool ja. #00:41:05-2#

Yannic Tremmel: Ja, also das was mit dem Herrn Graf, heißt glaube ich der Chefredakteur, hatten wir ja auch schon letztes Jahr Berührungspunkte auf unserer Perspektive, auf diesem Event. #00:41:15-1#

Norman Glaser: auf der Messe, ja. #00:41:15-8#

Yannic Tremmel: Genau. Und ihn als Keynote Speaker eingeladen. Ist, das ist ein Medium, was meiner Meinung nach absolut am Puls der Zeit agiert, was absolut zeitrelevante Themen aufgreift und vor allem auch vernünftig recherchiert und oftmals auch mit Studien, Analysen belegt und das ist ja gerade auch für die Argumentation für uns gegenüber Geschäftsführern, Vorständen und so. #00:41:42-3#

Norman Glaser: Wichtig. #00:41:43-1#

Yannic Tremmel: Wichtig. Ja. Um auch glaubwürdig zu sein und Projekte auch nachhaltig aufzusetzen. #00:41:50-0#

Norman Glaser: Sehr cool. Verlinken wir auch in den Shownotes. #00:41:52-9#

Yannic Tremmel: Gerne. #00:41:53-1#

Norman Glaser: Yannic, den letzten Tipp für unsere Zuhörer, für unsere Unternehmen in Sachen digitale Transformation oder digitale Markenführung? #00:41:59-2#

Yannic Tremmel: Locker bleiben. (lachen beide) #00:42:02-1#

Norman Glaser: Locker bleiben. #00:42:03-7#

Yannic Tremmel: Ja. #00:42:04-2#

Norman Glaser: Yannic, ich danke dir für das Interview. Hat total Spaß gemacht und freue mich auf die nächsten Folgen und die nächsten Berichte und sage Danke! #00:42:13-3#

Yannic Tremmel: Bitte! #00:42:13-9#

Norman Glaser: Bis bald! #00:42:14-9#

Yannic Tremmel: Bis bald! #00:42:15-4#

Norman Glaser: (lachen beide) Ciao! #00:42:16-8#

 

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